
Ein palästinensischer Junge betrachtet die Schäden nach dem israelischen Angriff im Norden des Gaza-Streifens. Foto: Reuters
Das Bedauern der Kanzlerin
oder
"Wir hören erst auf, wenn die . . . aufhören."
Am Dienstag hatte die Luftwaffe Stützpunkte der Hamas bombardiert, nachdem Extremisten von dort aus die Grenzstadt Sderot beschossen hatten.
Dabei war eine Israelin ums Leben gekommen.
Beim Angriff auf Gaza wurden nach palästinensischen Angaben sieben Menschen verletzt.
Palästinenser-Präsident Machmud Abbas wollte sich um einen Waffenstillstand bemühen.
Die Hamas allerdings macht dafür ein Ende der Angriffe zur Bedingung,
während Israels Verteidigungsminister Amir Peretz sagte:
"Wir hören erst auf, wenn die Raketen aufhören." ( 1 )
Tote bei israelischen Luftangriffen
Die israelische Luftwaffe flog am Dienstag erneut vier Luftangriffe auf den Gazastreifen.
Ziele waren nach Angaben der Streitkräfte mutmaßliche Waffenlager sowie zwei Hamas-Lager.
Sieben Menschen wurden nach palästinensischen Angaben verletzt.
Am Montag kamen bei Luftangriffen fünf Palästinenser ums Leben.
Seit Wiederaufnahme der israelischen Luftangriffe - vor knapp einer Woche - wurden mehr als 40 Palästinenser getötet, bei den meisten der Opfer handelte es sich um Militante.
Bei neuerlichen Raketenangriffen palästinensischer Extremisten auf die israelische Grenzstadt Sderot wurden in der Nacht zum Dienstag laut Militärangaben zwei Personen leicht verletzt.
Am Montag war eine Frau bei einem Raketenangriff getötet worden.
Zu dem tödlichen Angriff bekannte sich sowohl die Hamas als auch der Islamische Dschihad. ( 2 )
Der Sprecher der Bundesregierung, Ulrich Wilhelm,
teilt mit:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gestern (Dienstag) Abend mit dem israelischen Premierminister Ehud Olmert telefoniert.
In dem Telefonat verurteilte die Bundeskanzlerin die andauernden Raketenangriffe auf die israelische Zivilbevölkerung.
Insbesondere drückte sie ihre Anteilnahme für das Todesopfer in Sderot aus.
Premierminister Olmert versicherte der Bundeskanzlerin, dass die israelische Politik darauf gerichtet sei, weiteren Beschuss zu verhindern.
Er beabsichtige, am Donnerstag mit dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, zu telefonieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Die Bundeskanzlerin und Premierminister Olmert bekräftigten die Notwendigkeit, die bilateralen Treffen Olmerts mit Präsident Abbas fortzusetzen.
Sie waren sich einig, dass trotz der angespannten Lage weitere konkrete Schritte zur Vertrauensbildung unverzichtbar seien, um dem politischen Prozess die notwendigen Impulse zu geben. ( 3 )
Was war da noch am 23. Mai 1948 ?
Ach ja, richtig, bei dem Krachen beinahe vergessen.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist verkündet worden.
Aber an das, was da drin steht, muß man sich nicht jedes Jahr neu erinnern, das weiß doch jeder.
"Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Oder "Die unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte sind die Grundlage des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt." ( Artikel 1 ).
Wie steht es um die Unverletzlichkeit der Menschenrechte?
Der Körper des Menschen ist aber verletzbar!
Oder "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich." ( Artikel 3 )
Oder "Das Völkerrecht ist Bestandteil des Bundesrechtes."
Nicht nur Bestandteil !
Seine Verpflichtungen stehen sogar über den Pflichten aus den Bundesgesetzen. ( Artikel 25 )
Darüber muß aber niemand heute noch nachdenken.
Das Grundgesetz wird im nächsten Jahr 60 Jahre alt. Das ist Zeit genug, um damit nach dem Zusammenbruch einer unmenschlichen Gesellschaftsordnung mit einem neuen Verstehen der Menschlichkeit aufzuwachsen. Sondern auch ein abwehrbereites Einstehen gegen seine Verletzungen zu entwickeln. ( Artikel 20 )
Nur mal so einige nachdenkenden Augenblicke. Eben nur zur Erinnerung.
Zur Gleichheit der Menschen habe ich gerade eine Erfahrung erleben dürfen. Sie sind nicht gleich, schon gar nicht alle. Doch diese Gleichheit soll nur das Gesetz in ihnen sehen. Die Menschen untereinander werden sich niemals gleich sein und so sehen. Nur das Gesetz soll sie gleichwertig behandeln.
Wegen meiner Einstellung zur Israelischen Besatzung in Palästina bin ich zu einem Freundestreffen nach Canada - nicht eingeladen worden. Erfahren durfte ich das nicht durch ein offenes Gespräch, sondern eher wie durch eine unachtsame Bewegung, ein ungewolltes Stolpern über eine übersehene Schwelle.
Heinz Kobald, 23. Mai 2007
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( 1 ) Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr. 117, 23. Mai 2007, Seite 1
Bomben auf Gaza
( 2 ) Quelle: netzeitung, 22. Mai 2007, 16:52, ( AP )
Israel droht Hamas-Spitze mit Rache
Netzeitung, 21. Mai 2007, 09:02
Tote bei israelischen Luftangriffen
( 3 ) Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung - 23. Mai 2007
Bundeskanzlerin Merkel telefonierte mit
dem israelischen Premierminister Olmert
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